Wardrobe Aesthetics #4: Vegan Silk // Know your… Bamboo!

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Wardrobe Aesthetics #4

»shortcuts« – It’s been a while that we have been strolling through hemp fields, throwing a closer look at the somehow-forgotten crop, which is yet the perfect base for textiles with high durability and low environmental impact. Today, we’re taking a second step in our ongoing research on Textile Know How, this time looking for a material much finer and a little more festive… May we introduce? Bamboo, also known as vegan silk, being a environmentally friendly and ethical alternative to conventional silk. 

That the bamboo fibers make up for a silk alternative we wouldn’t really have guessed, until we stumbled upon the silk dresses by danish eco fashion label Signe. After trying we quickly got curious. And found a rather great amount of fabrics that combine similar qualities as silk, talking soft, cooling and breathable feel. If you’re interested on learning more find a well written article on Peace Silk at MOCHNI.COM here. And an exhausting let of wonderful plant-based and vegan silk alternatives on NOUVEAUX Mag here. We, meanwhile, keep dwelling in the soft feel of bamboo fabrics. <3 

Vor einiger Zeit widmeten wir uns in Form von Bildern und Worten erstmals dem Grund-und–Boden des Modezirkus. Wovon wir reden? Na, den Rohstoffen, die für die Herstellung von Textilien und Kleidern benötigt werden, und die wir hier Schritt für Schritt vorstellen wollen! Auslöser war im Sommer ein Studienprojekt, in dem Esther der ganz-schön-spannenden Nutzpflanze Hanf eine Chance zu geben – und wir, wir wandelten also durch Hanffelder und hielten nebenbei Ausschau nach ökologisch und ethisch hergestellter Kleidung aus der etwas vergessenen Nutzpflanze.

Heute machen wir einen weiteren Schritt. Einen Schritt weg vom robusten Textil hin zu Feinerem und Festlicherem. Und einen Schritt gen botanischem Garten, wo irgendwo in der Tropenabteilung Bambuspflanzen gen Himmel wachsen. Denn, so haben wir in den vergangenen Wochen – unter anderem durch das dänische Label Signe – gelernt: Inzwischen gibt’s ganz wunderbare ökologisch verträgliche und gleichsam auch ethisch vertretbare Alternativen zu Seide. Dass diese gerade aus so robusten Fasern wie Bambus gewonnen werden soll? Das hat, wir geben’s zu, auch uns überrascht!

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Know your… Bamboo!

Textil aus Bambus – nun, regional klingt das erst mal nicht. Was hat die Nutzung von Bambus nun also für Vorteile? 
Regional ist das Material natürlich nicht. Bambus als Rohstoff für Textilien zu verwenden bringt jedoch so einige andere Benefits mit sich. Die Bambus Pflanze wächst unglaublich schnell – bis zu einem Meter am Tag! – und muss außerdem nicht mit Pestiziden gespritzt werden. Zudem benötigt der Anbau der Pflanzen weitaus weniger Wasser als der von Baumwolle. Das heißt, es ist relativ einfach möglich die Pflanzen ökologisch und ressourcen-schonend anzubauen. Der meiste Bio-Bambus für den Textilmarkt wird übrigens in China kultiviert.

Textil aus Bambus – ist das nicht dasselbe Viskose? Ja – dass ist auch der Grund, warum der Vergleich zu Seide gezogen wird (zu Viskose verarbeitete Materialien sind fließend weich, kühlend, und absorbieren Feuchtigkeit)! Aber eben hier liegt auch ein kleiner Haken: Der Prozess der Viskosegewinnung ist im Gegensatz zum ersten Schritt der Textilgewinnung – dem ökologisch sehr verträglichen Bambusanbau – als nicht sehr umweltfreundlich einzustufen. Um Viskose herzustellen wird Zellulose, wie z.B aus Holz oder Bambus, mittels verschiedener Chemikalien aufgelöst und zu Fasern gesponnen. Die benötigten Chemikalien sind toxisch und nur teilweise recycelbar. Der Rest muss entsorgt werden. Zum Glück gibt es mittlerweile neue Verfahren, die die  Ökobilanz des Prozesses verbessern, indem die verwendeten Lösungsmittel organisch sind und vollständig recycelt werden. Solche Verfahren werden zum Beispiel bei der Herstellung von Lyocell und Tencel angewandt. Hier wird sich in Zukunft also hoffentlich noch einiges tun!

Nun aber zum ganzen Kreislauf… denn auch am anderen Ende der Textilen Kette hat Bambus als nächste Lieblingsressource in unserer Reihe gegenüber synthetischen Materialien einen Vorteil zu bieten: Da Textil aus Bambus natürlichen Ursprungs ist, kann der Stoff – ähnlich wie Hanf – biologisch abgebaut werden. Das gilt natürlich nur, wenn keine zusätzlichen künstlichen Fasern (wie z.B. Elastan) eingewebt wurden. Ein Grund mehr, öfter mal einen genaueren Blick in die Etiketten eurer Kleidung zu werfen!

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Anna wears: Slip dress – borrowed from By Signe | Turtle Neck Tee – borrowed from By Signe | Black Tights – Falke | Black Lace up Shoes – Vintage (find vintage alternatives here and here via Rebelle, and another pair via Collection No.2)

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Esther wears: Slip dress – borrowed from By Signe | Turtle Neck – H&M Conscious Collection (here’s a current warm alternative from Armedangels) |  Grey Tights – Falke

 

Peace Silk, Vegan silk & other interesting alternatives

»When it comes to silk production, there are some complicated issues at play from how it is produced to how it is designed and sold. Yet, silk has some outstanding properties that make it a very sustainable, eco-friendly natural fiber.« – Amanda O’Brien/MOCHNI.COM

Erst kürzlich erschien auf Mode–und–Nachhaltigkeits–Magazin Nummer eins unserer Freundin Antonia ein Artikel über Seide, der die Probleme und Chancen des natürlichen und kulturell traditionsreichen Rohstoffes ganz gut beleuchtet. Spätestens die VeganerInnen unter euch werden das Problem der Seidengewinnung kennen – und sich evtl. bereits mit der Alternative Peace Silk, auch Eri– oder Ahimsa Seide gennant, beschäftigt haben, bei der die Seide erst nach dem Schlüpfen der Seidenraupen verarbeitet wird. Für dieses Textil spricht, dass Wasserverbrauch und Umweltbelastung niedrig sind, sowie die wirtschaftliche Förderung in wasserarmen Regionen. (Hier geht’s zum Artikel von Amanda O’Brien auf MOCHNI.COM – Peace Silk: How Ethical is Commercial Silk vs. Peace Silk really?)

Aber auch pflanzliche Alternativen die ebenso nachhaltig sind werden immer beliebter. Hier hat das Berliner NOVEAUX Magazin kürzlich eine wunderbare Rundumschau gegeben. Neben Modal und Tencel, die wir im Rahmen der Bambusverarbeitung schon genannt haben gehören auch Pima, gewonnen aus peruanischer Baumwolle, und Sabra Seide, die aus Agavenblättern gewonnen wird, zu den spannendsten und tierfreundlichen Alternativen. (Hier geht’s zum Artikel von Charlie Ross im NOVEAUX Mag – Agave, Bambus, Buchenholz: Pflanzliche Alternativen zu Seide)

Für unser Shooting haben wir jedoch erst einmal die Bambusfaser genauer unter die Lupe genommen… Für das schwarze Slip Dress sowie das weiße Shirt vom dänischen Label Signe wurde nämlich die Bambus Viskose zu seidigen Stoffen verarbeitet – und wie wär’s in dieser schönen Form mit Bambus statt Seide für die Festtage? Was wir sonst bei alten Bekannten wie dem französisch-dänischen Label Baserange noch entdecken konnten, findet ihr am Ende des Artikels! <3

Slow Fashion Know How – Vegan Silk made from Bamboo with By Signe

Alle Entdeckungen aus Bambus (Viskose) auf einen Blick?

Slow Fashion – Bamboo with Baserange, Braintree, By Signe, Curare and Hirsch Natur

Slip Dress – By Signe | Turtle Neck Tee – By Signe | Jumpsuit – Curare via Avocadostore | Set of Underwear – Baserange | Charcoal Tights – Braintree Clothing | Socks (white) – Hirsch Natur via Avocado Store  | Socks (black) – Hirsch Natur via Avocado Store

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Kommentare (3)

  1. Wie sind eure erfahrungen bzgl seiden und schwitzen? Im sommer kann man das ja gar nicht vermeiden und mir ist es bis jetzt nicht gelungen flecken aus seide zu entfernen. So hochwertig das material ist- es schaut dadurch etwas schäbig aus. Habt ihr tipps oder noch wichtiger- erfahrungsberichte? Danke!

  2. Ihr habt die Nachteile von Bambus-Viskose ja schon benannt. Ökobilanzen zeigen, dass sie die Vorteile sogar deutlich überwiegen. Vgl. auch made-by Fibre Benchmark:
    http://www.made-by.org/consultancy/tools/environmental/

    Bambus- Viskose ist insgesamt genauso wenig umweltfreundlich wie jede andere Viskose und z.b. auch schlechter als herkömmliches Polyester. Es ist sehr schade, dass sie auch von einigen sonst grünen Labels verwendet wird.

    Etwas anderes ist Monocel, ein ein auf Bambus basierendes Lyocell. Hier ist der Prozess ökologisch optimiert und gleicht dem von Tencel, nur eben mit Bambus als Rohmaterial. Tencel und Monocel sind aber beides Streng genommen keine Viskosen, sondern Regeneratfasern.

  3. Pingback: STRYLINKS #101 - stryleTZ

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